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Kurze Wege, klare Verantwortung.

Auf dieser Seite stehen die Bedingungen, unter denen bei uns gearbeitet wird, und die Stellen, die wir gerade besetzen.

Nennwert Elektronik ist ein Auftragsfertiger für Elektronik in Billerbeck im Münsterland, gegründet 1974, seit der Gründung an einem Standort, heute rund 85 Menschen, eigentümergeführt in zweiter Generation. Wir bestücken Leiterplatten, löten, prüfen und belegen Baugruppen für Medizintechnik, Industrieautomation, Mess- und Regeltechnik und Energietechnik. Was sich über einen Arbeitstag ohne Kenntnis der einzelnen Stelle sagen lässt, steht hier. Alles Übrige steht in der Anzeige zur Stelle.

Kurze Wege heißt: die Antwort kommt aus demselben Haus

Fertigung, Prüflabor, Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Disposition, Qualitätssicherung, Vertrieb und Geschäftsführung liegen an einem Standort, vieles davon auf derselben Etage. Fällt an der SMT-Linie eine Lötstelle auf, die so nicht sein soll, wird die Baugruppe angehalten, in den Sperrbereich gelegt und der Befund an die Schichtverantwortliche gemeldet. Über Nacharbeit, Sperrung oder Weiterlauf entscheidet die Qualitätssicherung, und die Entscheidung steht mit Kennung und Datum im Fertigungsauftrag. Muss ein Reflowprofil neu vermessen werden, gibt das die Arbeitsvorbereitung frei, im selben Haus, an derselben Anlage, meist noch in derselben Schicht.

Formlos geht es deshalb nicht zu. Eine Änderung am freigegebenen Prozess bleibt eine Änderung: Sie wird dokumentiert, freigegeben und, wo der Kunde sie mitträgt, vorher angezeigt. Wir arbeiten in einem Managementsystem, das nach ISO 9001 und ISO 13485 zertifiziert ist. Gelötet wird nach IPC J-STD-001, abgenommen nach IPC-A-610 in der mit dem Kunden vereinbarten Klasse 2 oder 3; beide Normen führen wir im selben Ausgabestand. Kurze Wege ersparen Ihnen den Instanzenzug, nicht die Aufzeichnung. Wer Verfahrensanweisungen für Bürokratie hält, wird hier unglücklich.

Verantwortung, die am selben Tag sichtbar wird

In einem Betrieb dieser Größe gibt es keine Stelle, die man mitlaufen lassen kann. Eine Baugruppe in der Nacharbeit zu bewerten heißt, über Nacharbeit oder Ausschuss zu entscheiden; eine Serie freizugeben heißt, mit der eigenen Kennung im Prüfprotokoll zu stehen. Diese Zuordnung bleibt über die Aufbewahrungsfrist erhalten, in keinem Fall kürzer als zwei Jahre ab Freigabe der Baugruppe. Jede Freigabe und jede Nacharbeitsentscheidung trägt eine Kennung und ein Datum.

Sie sehen am selben Tag, was Ihre Arbeit bewirkt hat, weil die Baugruppe zwei Räume weiter geprüft wird und nicht in einem anderen Werk. Sie sehen aber auch am selben Tag, wenn etwas schiefgegangen ist. Wir suchen Menschen, die den zweiten Teil aushalten und ansprechen, statt ihn weiterzureichen.

Eine Person im ESD-Kittel mit Handgelenkband, konzentriert auf den Monitor einer Prüfstation blickend, im Dreiviertelprofil.
Konzentration an der Linie. Mit KI erzeugtes Bild, keine reale Person.

Der Rahmen: Arbeitszeit, Entgelt, Urlaub

Die Vollzeitwoche hat 38 Stunden, erfasst über die Zeiterfassung, dazu 30 Urlaubstage im Kalenderjahr. Verträge schließen wir unbefristet, mit sechs Monaten Probezeit. Zwischen Weihnachten und Neujahr steht der Betrieb, andere Betriebsferien gibt es nicht; die Sommermonate fahren wir mit versetzter Urlaubsplanung durch.

Wir sind nicht tarifgebunden und orientieren uns an der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen. Das Einstiegsentgelt steht als Spanne in der Anzeige zur Stelle, gestaffelt nach Vorerfahrung und vorhandenen IPC-Zertifikaten. Steht dort keine, nennen wir sie Ihnen vor dem ersten Gespräch, nicht erst darin. Ein Wert ohne Toleranz wäre für uns kein Wert. Schichtzuschläge, Samstagszuschläge und die Ankündigungsfrist für Schichtpläne regelt eine Betriebsvereinbarung; wir haben einen Betriebsrat, gewählt nach dem Betriebsverfassungsgesetz. Zur betrieblichen Altersvorsorge bieten wir Entgeltumwandlung an und geben zwanzig Prozent des umgewandelten Betrags dazu, fünf Punkte über dem gesetzlichen Pflichtzuschuss.

Arbeitskleidung für die ESD-Zone, also Kittel, ableitfähiges Schuhwerk und Fersenbänder, stellen und reinigen wir. Die Einarbeitung dauert etwa drei Monate; sie übernehmen die Kolleginnen und Kollegen an den Plätzen, an denen Sie danach stehen.

Wenn Sie eine Schwerbehinderung haben, sagen Sie uns, welche Anpassung Sie am Arbeitsplatz brauchen. Wir prüfen jede offene Stelle darauf, ob sie sich so besetzen lässt, und beantragen die Förderung dafür beim Integrationsamt. Empfang, Verwaltung und Besprechungsräume sind stufenlos erreichbar, ein Teil der Fertigung ist es nicht. Alle Stellen auf dieser Seite sind unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, Religion und Behinderung ausgeschrieben.

Wann gearbeitet wird

An den beiden SMT-Linien arbeiten wir in zwei Wechselschichten: Frühschicht ab 6:00 Uhr, Spätschicht im Anschluss, gewechselt wird wochenweise. Die Hand- und THT-Montage ist Tagesarbeit mit Beginn zwischen 6:00 und 7:00 Uhr, freitags endet die Schicht früher. Im Prüflabor und im Prüfmittelbau gibt es keine Schicht. Die Linien sind für Zweischichtbetrieb ausgelegt und ließen sich auf drei Schichten erweitern; dauerhaft fahren wir die dritte Schicht nicht. Verlangt ein Auftrag ausnahmsweise eine zusätzliche Schicht, vereinbaren wir sie vorher und rechnen sie mit Zuschlag ab.

Fertigung ist ortsgebunden. An der Linie, im Prüflabor und im Lager arbeitet niemand von zu Hause. In der Verwaltung ist mobiles Arbeiten tageweise möglich, nach Absprache im Bereich und nicht als Anspruch.

Einstieg ohne Elektronikausbildung

Nicht jeder Platz in der Fertigung setzt einen Berufsabschluss in der Elektronik voraus. Rüstwagen bestücken und gegen die Rüstliste verifizieren, Nutzen trennen, reinigen, verpacken, Sichtprüfung nach Unterlage, Materialbereitstellung und Versand: Diese Arbeit lernt man bei uns an, und ein Teil unserer Belegschaft ist genau so eingestiegen. Geschult wird nach denselben Unterlagen wie das Personal mit Abnahme- und Lötverantwortung, nur ohne dessen Zertifizierungspflicht. Die Anlernphase dauert je nach Platz vier bis zwölf Wochen und hat eine benannte Person, die dafür zuständig ist.

Zwei Voraussetzungen gelten an jedem dieser Plätze: Deutsch sicher genug für Arbeitsanweisungen, Prüfpläne und Nacharbeitsberichte, und die Bereitschaft, jeden Arbeitsschritt aufzuschreiben, auch den missglückten. Wer bleibt und später Lötarbeit mit Abnahmeverantwortung übernehmen will, wird von uns als IPC-Spezialist zertifiziert; das ist der übliche Weg nach innen und dauert bei den meisten ein bis zwei Jahre.

Ausbildung im eigenen Haus

Wir bilden seit 1986 aus, und wir bilden für den eigenen Bedarf aus. Regelmäßig besetzen wir Plätze in drei Berufen: Elektronikerin oder Elektroniker für Geräte und Systeme, Industriekaufleute sowie Fachkräfte für Lagerlogistik.

In der Elektronikausbildung führt ein Versetzungsplan durch Wareneingang und Bauteillager, über beide SMT-Linien mit Schablonendruck, Bestückung und Reflowlöten, weiter in die Hand- und THT-Montage, in das Prüflabor mit optischer Inspektion, Röntgen, In-Circuit- und Funktionstest, in die Nacharbeit und in die Arbeitsvorbereitung. Die kaufmännische Ausbildung und die Lagerlogistik haben eigene Rahmenpläne und eigene Stationen: Einkauf, Disposition, Auftragsabwicklung, Wareneingang und Versand. Ein Abschnitt in der Fertigung gehört auch dort dazu, weil sich ein Bauteil schlecht disponieren lässt, das man nie in der Hand hatte. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr tragen Auszubildende ihr Kürzel in Prüfprotokolle ein, die zu einer echten Kundenserie gehören und im Zweifel Jahre später wieder hervorgeholt werden.

Übernahmezusagen geben wir erst, wenn wir sie halten können, und nicht vorab in einer Anzeige. Verbindlich sagen wir spätestens im letzten Ausbildungsjahr, woran Sie sind. Von den sieben Menschen, die heute Schichten führen, Prozesse betreuen oder in der Qualitätssicherung Abnahmeverantwortung tragen, haben vier hier gelernt, Stand Juli 2026.

Blick in einen hellen ESD-gesicherten Montagebereich: zwei Personen in ESD-Kitteln mit Haarhaube und Handgelenkband arbeiten an aufgeräumten Arbeitsplätzen.
ESD-Montagebereich. Mit KI erzeugtes Bild, keine reale Aufnahme.

Was Pflicht ist und was fallweise entschieden wird

Qualifizierung läuft bei uns auf zwei Wegen. Der eine ist Pflicht und terminiert. Wer die ESD-Schutzzone betritt, wird vorher unterwiesen, auch aus der Verwaltung und auch als Besuch; an sitzenden Arbeitsplätzen wird das Handgelenkband vor Schichtbeginn geprüft und der Messwert protokolliert. Für Abnahme- und Lötverantwortung kommt die Zertifizierung als IPC-Spezialist für IPC J-STD-001 und IPC-A-610 dazu, in der Kabel- und Systemmontage zusätzlich für IPC/WHMA-A-620. Diese Personenzertifikate gelten zwei Jahre; geschult und rezertifiziert wird bei uns im Haus. Ausbilderinnen und Ausbilder haben die Ausbildereignung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung und sind zusätzlich als IPC-Trainer zertifiziert, sonst bliebe die Normenschulung nicht im Haus.

Der zweite Weg wird fallweise entschieden. Einen Weiterbildungskatalog, aus dem man wählt, gibt es bei uns nicht. Sie sagen, was Sie brauchen, wir prüfen, ob es zum Betrieb passt, und dann wird es vereinbart oder eben nicht. Die Kosten und die Zeit trägt in dem Fall der Betrieb, und die Vereinbarung dazu ist schriftlich.

Was wir nicht bieten

Wir haben eine Betriebsstätte, in Billerbeck, und es soll dabei bleiben. Damit entfallen der Wechsel an einen zweiten Standort und der Auslandseinsatz. Die Laufbahn ist flach: Entwicklung läuft hier in die Breite, also mehr Verfahren, mehr Prüftechnik, Abnahmeverantwortung, irgendwann Ausbildung. Eine Ebene darüber wird selten frei.

Auf Stückzahlen gibt es bei uns keine Prämie. Wer nach Menge bezahlt wird, arbeitet gegen die Prüfung. Ein dreizehntes Monatsgehalt zahlen wir nicht, und variable Anteile hat der Vertrag auch sonst nicht; was Sie verdienen, steht darin. Ein Werksrestaurant haben wir nicht, es gibt einen Pausenraum mit Küche. Wir machen keine Pressearbeit, wenige Messeauftritte und keine Karrierefilme. Einen Arbeitgeber mit bekanntem Namen finden Sie hier also nicht.

Der Ort

Billerbeck liegt im Kreis Coesfeld, unterhalb der Baumberge, zwischen Coesfeld und Münster. Mit dem Auto sind es aus Münster rund dreißig Minuten über die Bundesstraße 525, aus Coesfeld rund fünfzehn; von der Autobahn 43, Anschlussstelle Nottuln, sind es zwölf Kilometer. Mit der Bahn erreichen Sie Billerbeck über die Regionalbahn zwischen Coesfeld und Münster, tagsüber im Stundentakt, von Münster Hauptbahnhof in etwa einer halben Stunde; vom Bahnhof sind es zu Fuß rund zwanzig Minuten ins Gewerbegebiet, mit dem Rad fünf. Für die Frühschicht ab 6:00 Uhr trägt der Fahrplan nicht, deshalb kommen die meisten mit dem Auto. Stellplätze gibt es für alle, dazu überdachte Fahrradstellplätze und zwei Ladepunkte am Verwaltungstrakt.

Wohnraum ist hier ruhiger und günstiger als in Münster. Großstadt ist Billerbeck nicht: Was an Auswahl fehlt, liegt eine halbe Stunde entfernt, und der Weg dorthin führt über Land.

Wie eine Bewerbung bei uns läuft

Schicken Sie Ihre Unterlagen an bewerbung@nennwert-elektronik.example.com oder rufen Sie über die Zentrale unter der Durchwahl 60 an. Dahinter steht Personal und Ausbildung. Per Post geht es ebenso: Nennwert Elektronik GmbH & Co. KG, Sandsteinweg 12, 48727 Billerbeck. Ihre Unterlagen liest die Person, die die Stelle fachlich verantwortet, und sie antwortet Ihnen mit Namen und Durchwahl.

Jede Bewerbung bekommt eine Antwort, in der Regel innerhalb von zwei Wochen. Passt es nicht, schreiben wir Ihnen den Grund für die Absage gleich dazu. In der Regel führen wir zwei Gespräche. Das zweite findet in der Fertigung statt, im ESD-Kittel, am künftigen Arbeitsplatz, mit den Menschen, mit denen Sie arbeiten würden. Ein halber Tag Probearbeit ist möglich und meistens sinnvoll: Wir vergüten ihn, melden Sie für diesen Tag an, und Kittel und Fersenband bekommen Sie von uns. Ein Assessment-Center gibt es nicht.

Ein Anschreiben schätzen wir, ein perfekt formuliertes brauchen wir nicht. Nennen Sie uns die Stelle, Ihre bisherige Arbeit und Ihren frühesten Termin. Ein Lebenslauf reicht für den ersten Schritt, Zeugnisse können Sie nachreichen. Initiativbewerbungen lesen wir auch dann, wenn gerade nichts ausgeschrieben ist oder nichts davon passt; ein Satz zu dem Bereich, in dem Sie arbeiten wollen, hilft uns, sie an die richtige Stelle im Haus zu geben.

Zu Ihren Unterlagen: Sie sehen die Personalstelle und die Führungskraft des betroffenen Bereichs, sonst niemand. Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist Paragraf 26 Absatz 1 Bundesdatenschutzgesetz in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b der Datenschutz-Grundverordnung, also die Entscheidung über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses. Wir löschen die Unterlagen sechs Monate nach Abschluss des Verfahrens. Wollen wir sie länger behalten, weil eine andere Stelle absehbar frei wird, fragen wir Sie vorher; diese Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen. Näheres steht im Abschnitt zu Bewerbungen in unserer Datenschutzerklärung.

Der Betrieb in Werten

1974
Gegründet, ein Standort seit Gründung
Rund 85
Mitarbeitende, Stand Juli 2026
Seit 1986
Ausbildung im Haus, drei Berufe
38 Stunden
Wochenarbeitszeit in Vollzeit
30 Tage
Urlaub im Kalenderjahr
Zwei Wechselschichten
Schichtbetrieb an den SMT-Linien, Frühschicht ab 6:00 Uhr
ISO 9001 und ISO 13485
Zertifiziertes Managementsystem
IPC J-STD-001 und IPC-A-610
Fertigung und Abnahme, Klasse 2 und 3
IPC-Spezialist
Personenzertifikate, Gültigkeit zwei Jahre, Schulung im Haus
EN 61340-5-1
ESD-Schutzzone in Fertigung, Prüfung und Bauteillager
AOI, Röntgen, ICT, Funktionstest
Prüfverfahren im Haus
Ein halber Tag
Probearbeit, vergütet

Offene Stellen

3 Stellen sind zurzeit ausgeschrieben, jede mit eigenem Bewerbungsweg.

Elektroniker oder Elektronikerin für Geräte und Systeme

Vollzeit, Bereich Fertigung

Aufgaben

  • Bedrahtete Bauteile setzen und löten, an der Selektivlötanlage mit programmierter Lötbahn und am geregelten Handlötplatz, nach IPC J-STD-001 und in der für den Auftrag vereinbarten Abnahmeklasse nach IPC-A-610
  • Kabelsätze konfektionieren und Baugruppen zu Geräten aufbauen: crimpen mit dem vom Kontakthersteller freigegebenen Werkzeug, Crimphöhe je Rüstvorgang messen und protokollieren, Aderendhülsen setzen, verdrahten, in Gehäuse einbauen, verschrauben mit dem Drehmoment aus dem Arbeitsplan. Abgenommen wird diese Arbeit nach IPC/WHMA-A-620, nicht nach der Baugruppennorm IPC-A-610
  • Baugruppen in den In-Circuit- und Funktionstest einlegen, Prüfadapter nach Rüstliste rüsten und das Prüfprogramm starten. Das Prüfsystem zeichnet versioniert auf, Sie ordnen das Ergebnis der Baugruppe zu und quittieren es mit Ihrer Kennung
  • Nacharbeit nach IPC-7711/7721 im freigegebenen Umfang ausführen. Reparatur und Modifikation laufen nur nach dokumentierter Kundenfreigabe, und ein Fehlerbild, das am Platz nicht zu klären ist, geht mit Befund und Messwert an das Prüflabor
  • Erstmuster und Vorserien aufbauen und der Arbeitsvorbereitung zurückmelden, was am Arbeitsplan, an der Einbaulage, an der Reihenfolge oder an der Erreichbarkeit einer Lötstelle in der Serie nicht trägt
  • Rückverfolgbarkeit führen: Bauteilcharge, Rüstprotokoll, verwendetes Prüfmittel und Prüfergebnis je Baugruppe erfassen

Anforderungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Elektronikerin oder Elektroniker für Geräte und Systeme oder ein vergleichbarer Abschluss, etwa in Betriebstechnik, Mechatronik oder als Industrieelektrikerin oder Industrieelektriker
  • Sicherer Umgang mit Schaltplan, Stückliste, Bestückungsplan und Prüfvorschrift, dazu die Bereitschaft, Widersprüche zwischen diesen Unterlagen zu erkennen und zu melden, statt sie am Platz zu überbrücken
  • Handlöten an feinen Strukturen und eine ruhige Hand am Stereomikroskop
  • Bereitschaft zur Zertifizierung als Certified IPC Specialist für IPC J-STD-001 und IPC-A-610, in der Kabel- und Systemmontage zusätzlich für IPC/WHMA-A-620. Die Personenzertifikate gelten zwei Jahre. Geschult und rezertifiziert wird bei uns im Haus
  • Sorgfalt in der Dokumentation. Eine Prüfung, die nicht aufgezeichnet ist, hat es für den Kunden und für das Audit nicht gegeben
  • Arbeiten in einer durchgehenden ESD-Schutzzone nach DIN EN IEC 61340-5-1: ableitfähiges Schuhwerk und ESD-Kittel, an sitzenden Arbeitsplätzen zusätzlich das Handgelenkband, das vor Schichtbeginn geprüft und mit seinem Messwert protokolliert wird
  • Deutsch in Wort und Schrift, weil Arbeitspläne, Prüfvorschriften und Nacharbeitsberichte auf Deutsch geführt werden

Techniker für Prüfmittelbau und Testtechnik (m/w/d)

Vollzeit, Bereich Test und Inspektion

Aufgaben

  • Prüfadapter für In-Circuit- und Funktionstest aufbauen, in Betrieb nehmen und über die Serie pflegen, für Leiterplatten von 50 mal 50 bis 460 mal 360 Millimeter
  • Nadelbild aus den Layoutdaten ableiten und gegen die Grenze der Kontaktierung auslegen: 0,8 Millimeter Prüfpunktabstand und 0,6 Millimeter Prüffläche mit Federkontaktstiften, darunter Starrnadeltechnik
  • Prüfprogramme erstellen, versionieren und vor dem Ersteinsatz sowie nach jeder Änderung gegen eine Referenzbaugruppe validieren, wie es ISO 13485 in Abschnitt 7.6 für Software zur Überwachung und Messung verlangt
  • Den Adapterbestand im Prüfmittelregister führen, mit Kennnummer, Wartungsintervall, Statuskennzeichnung und zugeordnetem Änderungsstand der Baugruppe
  • Die Messmittel am Prüfplatz im festgelegten Intervall rückführbar kalibrieren lassen, nach Abschnitt 7.1.5.2 der ISO 9001 und über Laboratorien mit Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Federkontaktstifte nach Plan tauschen statt nach Ausfall: Ihre Lebensdauer liegt je nach Kopfform und Anwendung bei 100.000 bis 1.000.000 Kontaktierungen
  • Fehlerbilder aus der laufenden Serie gegen AOI-Befund, Röntgenbild und Rüstprotokoll absichern, bevor eine Baugruppe in die Nacharbeit geht
  • Testbarkeit vor der Baugruppenfreigabe mit den Entwicklungsabteilungen unserer Kunden abstimmen

Anforderungen

  • Abgeschlossene Ausbildung als Elektroniker oder Elektronikerin, dazu Techniker, Meister oder eine vergleichbare Praxis im Prüfmittelbau
  • Mindestens drei Jahre an In-Circuit- oder Funktionstestsystemen, mit eigener Verantwortung für Prüfprogramm oder Prüfadapter
  • Sicherer Umgang mit Schaltplan, Stückliste und Layoutdaten in ODB++, IPC-2581 oder Gerber mit Bohrdaten
  • Messtechnische Grundlagen mit Oszilloskop, Multimeter, Labornetzteil und elektronischer Last, dazu die Bereitschaft, den eigenen Messaufbau zu hinterfragen
  • Grundkenntnisse in einer Skript- oder Programmiersprache für Prüfsequenzen, etwa Python, C oder LabVIEW
  • Boundary Scan nach IEEE 1149.1 in den Grundzügen: Kette, Beschreibungsdatei, Grenzen des Verfahrens
  • Löterfahrung an feinen Strukturen und Sorgfalt bei mechanischer Arbeit am Adapter
  • Arbeiten in der durchgehenden ESD-Schutzzone nach EN 61340-5-1, mit Kittel, ESD-Schuhwerk und Handgelenkband
  • Deutsch sicher in Wort und Schrift, Englisch zum Lesen von Datenblättern und Gerätedokumentation

Ausbildung Elektroniker und Elektronikerin für Geräte und Systeme (m/w/d)

Ausbildung, Bereich Ausbildung

Aufgaben

  • An den SMT-Linien mitfahren: Feeder rüsten, Schablonendruck einrichten, Reflowprofil nach Bauteilspezifikation kontrollieren und das Rüstprotokoll führen. Gesetzt werden die Bauteile vom Automaten
  • Bedrahtete Bauteile setzen und löten, an der Selektivlötanlage und am geregelten Handlötplatz, nach IPC J-STD-001
  • Baugruppen am Stereomikroskop nacharbeiten, nach IPC-7711 und IPC-7721, und das Ergebnis gegen dieselbe Abnahmeklasse prüfen
  • Baugruppen prüfen: Sichtprüfung nach IPC-A-610 in der für den Auftrag vereinbarten Abnahmeklasse 2 oder 3, Befunde der optischen Inspektion bewerten, In-Circuit- und Funktionstest fahren
  • Spannung, Strom, Widerstand und Signalverläufe mit Multimeter und Oszilloskop aufnehmen und gegen die Prüfvorschrift des Kunden protokollieren
  • Schaltplan, Stückliste und Bestückungsplan lesen und mit der Baugruppe abgleichen
  • Arbeitsplätze in der ESD-Zone einrichten, die Personenerdung vor Schichtbeginn gegen den Grenzwert nach EN 61340-5-1 prüfen und das Ergebnis eintragen
  • Fehler eingrenzen und dokumentieren: Befund, Ursache, Maßnahme, im Prüfprotokoll und in der Rückverfolgbarkeit der Baugruppe

Anforderungen

  • Ärztliche Erstuntersuchung nach § 32 Jugendarbeitsschutzgesetz vor dem ersten Arbeitstag, solange Sie noch nicht 18 sind. Das ist die einzige Zugangsvoraussetzung, die wir nicht selbst regeln können
  • Interesse an Elektronik, sichere Grundrechenarten, Dreisatz und Umgang mit Einheiten
  • Ruhige Hand und Geduld am Stereomikroskop: Nacharbeit an Gehäusen mit Pinabständen ab 0,3 Millimetern ist Handarbeit unter Vergrößerung
  • Bereitschaft, jeden Arbeitsschritt aufzuschreiben, auch den missglückten
  • Deutsch sicher genug für Arbeitsanweisungen, Prüfpläne und das Berichtsheft
  • Bereitschaft zum Wechsel zwischen Früh- und Spätschicht, sobald Sie 18 sind. Bis dahin arbeiten Sie nach § 14 Jugendarbeitsschutzgesetz zwischen 6 und 20 Uhr